Sonntag, Januar 29, 2012

Westkanada - Teil 1

Der Traum von den Rocky Mountains wurde wahr. Weite Wälder, einsame Täler, Flüsse ziehen durch die Landschaft.

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Calgary
Copyright Kerstin Paar

Mit dem Shuttleservice des Hotels in Calgary wurden wir vom Flughafen Calgary abgeholt. Der Nachmittag konnte wunderbar für erste Erkundungen rund um den Stadtrand der Stadt Calgary im Staate Alberta genutzt werden.

Am nächsten Tag gleich frühmorgens kam der Shuttle der Wohnmobil Station, fuhr uns vom Hotel zur Mietstation. Nach sehr ausführlicher Einweisung konnten die ersten Kilometer beginnen, in Richtung Supermarkt. Erstmal für die kommenden Tage einkaufen.

Ein wahnsinnig schönes Gefühl als Fahrer “über” den anderen Verkehrsteilnehmer zu sitzen, bequem ein etwa 7 m langes Wohnmobil zu lenken und die einmalige Landschaft an einem vorbeiziehen zu lassen.

Nach den Einkäufen war das erste Ziel, der Camping Platz bei Banff. Also los, hinaus aus der Stadt Calgary, an den bekannten Gegenden der olympischen Spiele vorbei raus aufs Land.

Gut angekommen am Campground, mit den Vorschriften vertraut gemacht und sicher das Womo abgestellt. Zugesperrt, Rucksack auf, Wanderstiefel an, und gleich mal ein paar Schritte zu einem herrlichen Aussichtspunkt, um diesen Blick “einzufangen”.

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Copyright Kerstin Paar

Sehr ungewohnt waren die noch nicht vertrauten Geräusche in der Nacht, sei es im Wohnmobil und auch von aussen. Waren Bären schon da?

Das verrate ich Ihnen in einem nächsten Reisebericht.

Montag, Dezember 19, 2011

La Gomera - Tipps und Infos

Die zweitkleinste Kanareninsel La Gomera mit vulkanischem Ursprung liegt ca. 40 Fährminuten westlich von Teneriffa. Aus Deutschland ankommende Flugzeuge können nur auf der Nachbarinsel Teneriffa landen. Aufgrund der kurzen Landebahn fliegen die nationale Fluggesellschaft Binter Canarias den seit 1999 in Betrieb genommenen Flughafen La Gomera von Teneriffa Nord an. Gomera’s Flughafen ist ein kleiner aber einer der modernsten der Kanarischen Inseln.

Bei Fluganreisen nach Teneriffa Süd empfiehlt sich der Bustransfer vom Flughafen Reina Sofia zum Fährhafen Los Cristianos, ungefähr eine knappe Stunde Fahrzeit. Im Anschluss dauert die Fährüberfahrt mit der Schnellfähre ca. 40 Minuten nach San Sebastian, der Hauptstadt von La Gomera. Mit dem Linienbus weiter zur Playa de Santiago oder ins Valle Gran Rey*

Erst einmal in Ruhe auf der Insel La Gomera Ankommen!

Etwas trubelig ist es noch am Hafen, sobald man per Bus oder Auto die Strasse hochfährt, schweift der Blick über das Meer und hinüber zur Christusstatue. Schnell geht es über Serpentinen den Hang hinauf.

Gleich bei der Hinfahrt zur Unterkunft kreuzt der Reisende den Nationalpark Garajonay, der seit 1986 dem Weltkulturerbe der UNESCO angehört. Ein Wanderparadies und einzigartig die Flora und Fauna des Lorbeerwaldes.

Während des Aufenthaltes lohnt ein Stopp am Parkplatz Alto de Contadero an der Carretera Dorsal. Ab dort verläuft ein bequemer Spazierweg in einer knappen halben Stunde zum höchsten Gipfel, dem Garajonay mit 1487 m. Von da sind die Nachbarinseln La Palma, El Hierro im Westen, Teneriffa mit dem Teide und Gran Canaria im Osten bei guter Sicht zu erkennen.

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vom Garajonay Blick nach Teneriffa zum Teide
Copyright Kerstin Paar

Als ich öfters durch den Nationalpark fuhr und auch wanderte, tröpfelte und regnete es erfrischend vom Himmel, daher der Hinweis:

Packen Sie für Wanderungen immer Regenkleidung ein, bitte auch an gute knöchelhohe Wanderstiefel denken.

Sicher sind kleine Spaziergänge mit festen Schuhen möglich. Doch zur eigenen Sicherheit gehören gute Schuhe für Wanderer zur Selbstverständlichkeit dazu, ebenso ausreichend Getränke, Essen, Wanderkarte, Kopfbedeckung, Kamera, Handy, Sonnenmilch, Pflaster, Erste-Hilfe-Versorgung, wer mag und dabei sicherer gehen kann einen Wanderstock. Schont bergab enorm die Kniegelenke!

Sie erfahren hier mit der Erkundungsreise viel Wissenswertes und “Grünes” über das “Tal der Großen Könige”, weiter nach Vallehermoso, über Agulo und Hermigua bis zum Schluß an der Südküste, wo Sonnenauf- und -untergänge alle Romantiker verzaubern :-)

Mit dem Linienbus dauert die Fahrt von San Sebastian zum Valle Gran Rey ca. 3 Stunden, nach Playa de Santiago etwa 1,5 Stunden. Flexibler ist man mit Mietwagen, da das Linienbusnetz nicht so stark frequentiert und ausgebaut ist.

Wer Richtung Valle Gran Rey unterwegs ist und gerne typische canarische Keramikkunst von Hand gefertigt sehen will, kann bei ‘Maria’ in El Cercado über einen kurzen Umweg einen Stopp machen. Ohne Drehscheibe fertigen zwei Frauen Gefäße und weiteres aus Keramik. Kein Massenbetrieb, einfach, familiär, direkt in der Werkstatt: “Ceramica Tradicional Maria”.

Danach führt die Strasse am Mirador de Cesar Manrique vorbei, von dort oben haben Sie den einzigartigen Blick ins “Tal der Großen Könige”. An bepflanzten Terrassenfeldern vorbei, kleineren Ortschaften, endet die Strasse am Meer, in der Urbanizacion Valle Gran Rey.

Einige Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Pensionen, Appartementanlagen und Mittelklassehotel säumen die Uferpromenade.

Eine angenehme Stimmung ist am dunklen Lavasandstrand für Fotografen, Badende und Wassersportfreunde. Einst waren dort vermehrt Aussteiger anzutreffen, ein wenig hat es diesen Flair behalten.

Im Valle Gran Rey sind zahlreiche Wandermöglichkeiten vorhanden, doch ist zu beachten, dass starke An- und Abstiege zu bewältigen sind. Belohnt wird jeder durch das Grün, das fruchtbare Tal und viele Palmen, an heißen Tagen mit einem erfrischenden Bad im Meer.

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das grüne Tal von Valle Gran Rey
Copyright Kerstin Paar

Ich “entführe” Sie nun in ein weiteres vegetationsreiches Tal, Vallehermoso, nordwestlich gelegen. Meine damalige Wanderung in Vallehermoso führte zur Ermita de Santa Clara, von 184 m bis 870 m. Es war eine wunderschöne Tour, die im Bericht “Durch das Gebüsch” beschrieben wurde. Aber auch hier zeigte sich ein plötzlicher Wetterumschwung, war es im Tal sonnig und warm, tauchte man oben in dichten Nebel ein.

Wer gerne durch ein fruchtbares Tal an Palmen vorbeiwandern möchte, ist dort genau richtig. Einige kleine Appartementanlagen finden sich im städtischen Vallehermoso, sowie Einkaufsmöglichkeiten, Bars, Cafes, Banken. Ein Jardin Botanico liegt Richtung Playa Vallehermoso.

Ein Kleinod, umrankt von hohen Felswänden, ist Agulo im Norden der Insel. Auf einem Plateau gelegen, kaum Tourismus, dafür ein sehenswertes hübsches Städtchen, mit Strassen aus Kopfsteinpflaster.

Etwas Erholung am Meer gewünscht?

Gut, wir fahren die Straße nach Hermigua und folgen den Schildern zu den Meerwasserschwimmbädern. Mit Betonsteinen wurde hier eine “natürliche” Swimmingpool Anlage gebaut. Doch bitte bei starker Brandung vorsichtig sein. Ich wünsche eine gesunde Rückkehr, all meinen LeserInnen und Urlaubern :-)

Hermigua selbst liegt oberhalb an der Hauptstrasse nach San Sebastian. Sehenswert die Zwillingsfelsen Roques de San Pedro inmitten des größten Bananenanbaugebietes der Insel. In Hermigua gibt es typisch kanarische Unterkünfte, eine Iglesia und eine hübsch angepflanzte Plaza.

Gen Süden führt die Straße durch den größten Lorbeerwald der Kanaren. Kurvenreiche und schmale Fahrbahnen lassen ein gemütliches Fahren zu, daß die Natur und die Aussicht nebenbei betrachtet werden kann. Nach dem Verlassen des Nationalparkes wird die Landschaft karg und felsig. Bevor Sie nach Playa de Santiago kommen, liegt in der Provinz Alajero der kleine Flughafen Gomera’s.

Die Playa de Santiago mit kleinem Fischerhafen, einigen Restaurants, Cafes und Hotels, ist seit einiger Zeit für Golfer interessant geworden. Oberhalb des Hotel Jardin Tecina liegt der 18-Loch Golfplatz.

Auch im Süden der Insel findet der Wanderer seltene Vegetation. Der einzige Drachenbaum steht bei Imada, ein stattliches Exemplar.

Eine Wanderung am Nachmittag führte mich von Playa de Santiago Richtung Imada. Eine Stunde an einzelnen Häusern vorbei auf einem breiten Wanderweg. Da langsam die Dunkelheit im November hereinbrach, kehrte ich auf dem selben Weg zurück. Im Dorf Imada, so hieß es nach alten Ritualen, soll die Pfeifsprache El Silbo nicht vor fremden Personen verwendet werden, dies könnte Böses nach sich ziehen.

Wer gerne oberhalb der Küsten entlang wandert, kann ich eine Tour empfehlen, die ich bei meinem allerersten Aufenthalt an der Playa de Santiago vor ca. 14 Jahren dort unternahm. Oberhalb des Hotels Jardin Tecina geht eine Straße ostwärts, den Teide auf der Insel Teneriffa vor Augen. Von dort führen Stichstraßen zu drei einsamen Kiesbadebuchten.

Wanderführer in Buchform zu empfehlen, ist aus meiner Sicht eine Empfindungssache, die jeder anders sehen mag. Hilfreich bei meinen Aufenthalten auf der Insel La Gomera war aus der Reihe Peter Meyer Reiseführer, von Rolf Goetz, La Gomera, ISBN 3-922057-46-2, 4. Auflage, Frankfurt am Main 2000 (nach meiner Recherche ist dieser aktuell nicht mehr erhältlich, ursprünglicher Preis ca. € 16,95, eventuell sind günstige Restbestände verfügbar)

In dieser Reihe ist unter anderem auch der La Palma – Peter Meyer Reiseführer erschienen, ISBN 3-922057-32-2, 5. Auflage, Frankfurt am Main 2000 (aktuell in der 7. Auflage zu € 16,95 erhältlich)

Desweiteren für mich hilfreich waren bei Urlauben mit Mietwagen die kleinen praktischen Dumont Extra Führer mit einer guten Karte, La Gomera, ISBN 3-7701-5744-3, Köln 2002, Susanne Lipps, Oliver Breda (auch hier gibt es nur noch Restbestände)

Nun haben Sie ein großes Lob verdient, daß Sie mit mir diese wunderschöne Insel gedanklich bereist sind. In etwa war dies ein Aufenthalt von zwei Wochen :-)

Doch ich darf Sie “warnen”: in zwei Wochen kann vieles entdeckt, erwandert und gesehen werden, aber wetten, einmal da, gerne ein wiederholtes Mal!

Welche Themen interessieren Sie? Welche Fragen haben Sie? Schreiben Sie mir!

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am Mirador Degollada de Peraza
(Copyright Kerstin Paar)

*Im Rahmen einer Pauschalreise sind alle Transfers inklusive, daher empfiehlt es sich im Voraus in Deutschland dies zu Buchen, ebenso ein Mietwagen. Dieser kann am Hafen San Sebastian angemietet werden, doch nicht mit der Fähre von Teneriffa nach La Gomera mitgenommen.

Sonntag, Dezember 18, 2011

El Silbo - die etwas andere Pfeifsprache auf La Gomera

Chatten zwischen Berg und Tal, ohne Handy und Internet. Neben den gewöhnlichen Schulfächern gibt es auf der Insel La Gomera auch die Pfeifsprache El Silbo als Unterrichtsfach. Die Schüler lernen die Laute, die richtige Lage des Fingers und der Zunge im Mund, um die Töne zu erzeugen.

Unterschiedliche Tonhöhen, die Länge und die Melodik der Laute ergeben die Wörter, wie in einer Fremdsprache.

Bereits vor vielen Jahren unterhielten sich so die Ureinwohner, die Guanchen, auf der Insel. Bis heute ist sie einzigartig auf der ganzen Welt. El Silbo gehört wie der Fado zum Weltkulturerbe der UNESCO der immateriellen Güter an.

Der aufmerksame Urlauber wird es öfters mal pfeifen hören, ganz besonders intensiv bei einer Darbietung in den wenigen Hotels, unter anderem an der Playa de Santiago.

Über was wird gepfiffen?

Ähnlich wie bei uns, um zum Telefon oder Handy zu greifen, wenn z. B. der Nachbar über ein Feuer oder die erfolgreiche Ernte informiert wird. Oder es wurde vom Berg Garajoney auf La Gomera beobachtet, dass die Ziegen im Tal angekommen sind. Vielleicht auch, dass neugierige deutsche Wanderer gesichtet wurden, die mit dem herkömmlichen Pfeifen Konkurrenz machen wollen :-)

Welche Wanderslieder pfeifen Sie noch heute? Wo ist Ihr Lieblingsort zum Pfeifen, allein im stillen Kämmerlein, im Auto, im Bad? :-)

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(Copyright Kerstin Paar)

Freitag, November 18, 2011

Der Anklang fand Einklang - der KLANGWEG in Riedenburg - ein Hörspaß für die ganze Familie

Kling – ein helles Glöckchen! So klang der selbstgebastelte außergewöhnliche „Zaun“ um eine Schafherde! Ja, ich staunte sehr über den Anfang des Klangweges!

Der Klangweg in Riedenburg schlängelt sich den Jachenhauser Berg hinauf, zwischen Schullandheim und der Ortsmitte. Mehrere Stationen laden ein, mit dem Ohr hinzuhören was in der Umgebung erklingt, aufzuhören laut zu sein und dem Klang sich hinzugeben.

Der Weg wurde initiiert von Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Anna aus Riedenburg mit der Lehrerin Frau Karin Dachs und dem Ansbacher Künstler Herr Thomas Fitzthum. Gefördert aus Mitteln der EU, der Regierung Niederbayern und des Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V.

Im Jahr 2008 begannen Vorbereitungen und im Juli 2011 wurde die erste Station, der Summstein aus Essing, fertig gestellt. Am 28. Oktober 2011 fand schließlich die offizielle Einweihung des einmaligen Weges statt. Dies wurde in sehenswerten Fotoaufnahmen auf der Homepage der Mädchenrealschule St. Anna dokumentiert.

Der Klangweg besteht aus zwei Teilstücken. Station 1 bis 6 am Altmühl-Panorama-Weg von Kelheim nach Dietfurt Kanal aufwärts rechts gelegen, ein leicht zu gehender ebenerdiger Weg. Die Stationen 7 bis 11 am Hang des Jachenhausener Berges und vom Schwierigkeitsgrad als mittel schwer einzugruppieren.

Die Klangarten werden in drei Gruppen eingeteilt: ein mechanisch erzeugter Ton, ein wohlklingender und ein lauter Klang.

Ich entschied mich Anfang November erst den oberen Weg am Jachenhausener Hang zu erkunden, wollte zuerst die größere Anstrengung und danach den entspannenden Teil erwandern. Dazu führt die Straße auf der Nordseite des Main-Donau-Kanals gerade hochwärts, rechterhand zweigt eine Straße zum Rathaus ab, jedoch weiter nach oben folgend bis zur Infotafel des Klangweges. Hier treffen zahlreiche andere Wanderwege wie der Jurasteig, zum Aussichtspunkt „Schwammerl“ am Schullandheim, zum Teufelsfelsen/Falkenhorst etc., aufeinander.

Jede einzelne Station wird anhand einer Tafel erklärt und mit einem Bild zeichnerisch dargestellt, diese fand ich sehr schön, liebevoll und ausführlich gestaltet.

Nun geht es los:

Die MOBILE Station (7): wie Naturmaterialien hängend leise Töne erzeugen!

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©Kerstin Paar

FLIESSWIPPE Station (8): wie „Regen“ klingt!

Am Weg fand ich ein aus Ton gefertigtes Mobile an einem dicken Ast aufgehängt.

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©Kerstin Paar

Auch mit Bast und Bambusröhrchen gebundene Handwerkskunst. So wurde der Weg mit den zusätzlichen Kunstwerken noch attraktiver. Dazwischen lud eine Sitzbank zu einer Ruhepause ein, um die bisher gesehenen und gehörten Eindrücke Revue passieren zu lassen, die Stille und Sonne zu genießen.

LAUSCH Station Berg (9): lauschen mit einem Ohr, hört sich wie ein traditionelles Musikinstrument aus Australien an!
MEDITATIONS Station (10): in einer kleinen Talsenke einer großen Glocke beim Schwingen zuhören

Dieser Ort hatte auf mich eine besondere magische Faszination ausgeübt, ringsum Steilwände und in der Mitte die Skulptur der Klangschale und der Klangröhren, ideal um sich zu zentrieren und in die eigene Mitte finden.

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in einer Talsenke gelegene Klang-Skulptur
©Kerstin Paar

SUMMSTEIN Station (11): im Innern eines Steines die eigenen und äußeren Geräusche wahrnehmen

Der Summstein stammte aus dem Kalksteinbruch bei Essing, ca. 10 Kilometer entfernt in Richtung Kelheim.

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der Summstein
©Kerstin Paar

Diese Station bildete das Ende des oberen Teilweges. Nun ging es die steile Straße hinunter zum Altmühlkanal. Ein herrlicher Ausblick ins Tal zur Kirche und hinauf zur Rosenburg belohnte den vorangegangenen steilen Aufstieg!

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©Kerstin Paar

Ich war ja schon sehr auf die weiteren Stationen gespannt und neugierig, was sich die Schülerinnen noch alles einfallen ließen.

HALLRÖHRE Station (1): aus einer bunt bemalten Röhre besonders „nachhallend“ gehört werden
LAUSCH Station Tal (2): im Tal sind andere Klänge wie am Berg
GEBETSMÜHLE Station (3): im Einklang von Natur- und Altmaterialien

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©Kerstin Paar

KLANGHOLZBANK Station (4): allein zum Sitzen viel zu eintönig
KLANGBALANCE Station (5): mit Klang und Gehör im Gleichgewicht
RÜTTEL-SCHÜTTEL-BLECHE Station (6): für mich als letzte Station grollte ein Donner und zuckte es Blitze in der Sonne zum krönenden Abschluss!

Der Rückweg führte über die nächste Brücke und auf einer Parallelstrasse zur Umgehungsstrasse wieder zum Ausgangspunkt zurück. Gerade in der spätherbstlichen Nachmittagssonne spiegelte diese sich in den Fenstern der Mädchenrealschule St. Anna. Ich blickte fröhlich zur Schule und sagte ein inneres großes DANKESCHÖN an alle Beteiligten des wundervollen Klangweges.

Ich möchte allen Besuchern in den Wintermonaten den Tipp geben: gerade den unteren ebenerdigen Teil möglichst vor 15 Uhr zu besuchen, wer dazu die Sonne genießen will! Später zieht die Sonne hinter den Bergen der Rosenburg ihren “Weg” weiter.

Im Anschluss findet der Besucher für eine gemütliche Kaffeepause oder eine stärkende Mahlzeit ein kulinarisches vielfältiges Angebot in der Stadt Riedenburg vor.

Für einen möglichst langen Erhalt der Kunst der Schülerinnen bitte achtsam mit den Gegenständen umgehen, zum Schutz der Natur auf den Wegen bleiben, keine Pflanzen ausgraben, keinen Abfall hinterlassen und kein offenes Feuer entzünden.

Mein großes Dankeschön gilt der freundlichen Genehmigung und das angenehme Telefonat mit Frau Anna Maria Müller, Schulleitung der Mädchenrealschule St. Anna Riedenburg, und der freundlichen Genehmigung zur Veröffentlichung meiner Fotos von den Kunstwerken, auch der Abklärung mit dem Landschaftspflegeverband Kelheim VöF e. V.

Weitere Informationen:
Mädchenrealschule St. Anna Riedenburg

Stadt Riedenburg

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©Kerstin Paar

Sonntag, November 6, 2011

Nordic Walking Kelheim - … und plötzlich war die Jakobsmuschel zu sehen

Der „Wurm“ war drin: zum günstigsten Preis klappte der Termin nicht mehr! Noch ein paar Minuten vorher hätte es geklappt, doch eine weitere Variante musste in Erwägung gezogen werden.
Noch einmal von vorne und in Ruhe! ermahnte ich mich selbst. Langsam wurde ich sehr angespannt und hoffte, zu diesem Preis und dem gewünschten Datum den Langstreckenflug nach Kapstadt buchen zu können. Ein weiterer Versuch und noch ein drittes Mal, JETZT hatte geklappt! Wie froh war ich darüber!

Es folgten die einzelnen Lodges entlang der Gardenroute von Kapstadt nach Port Elizabeth mit weiteren verschiedenen Highlights, National Parcs, etc. Aber um wieder in Ruhe und zielführend weiterzukommen, war eine Pause nötig.

So schnappte ich mir meine Nordic Walking Stöcke, schlüpfte in die Walking Schuhe und los den Kalvarienberg hoch. Oben angekommen, erstmal ausschnaufen und die herrliche Oktobersonne und den großartigen Ausblick über Kelheim hinüber zur Befreiungshalle am Michelsberg genießen.

Der Weg führt weiter an einem kleinen Baumlehrpfad vorbei und der Waldbauernschule. Die aus Holz gefertigten Modelle vor der Schule waren sehr sehenswert. Nun führte der schmale Weg fast ebenerdig durch Mischwald immer auf der Anhöhe entlang.

Zwischendurch konnte ich durch die Bäume bis hinunter zu den klein gewordenen Häusern der Bauernsiedlung bei Kelheim sehen. Linkerhand entdeckte ich graue Felsen mit einer sehr kleinen Höhle, gerade passend für eine Hasen- oder Igelfamilie als Unterschlupf :-)

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©Kerstin Paar

Nach einer knappen halben Stunde Walking von der letzten Kreuzwegstation ab, zweigte der Nordic Walking Pfad nach neuer Führung rechts durch Gebüsch ab. Erst noch leicht abschüssig, später wurde es steiler.

Herrlich für einen Fotostopp: über eine bunte Blumenwiese mit wunderbarer Aussicht auf das Donautal, den Kelheimer Ortsteil Kelheimwinzer und dahinter das Hafengebiet von Saal an der Donau.

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©Kerstin Paar

Weiter bergab im Zickzack bis zu einem kreuzenden Asphaltweg, an diesem links den restlichen Berg hinunter stand ich bei der langen Kelheimer Umgehungsstrasse. Die Unterführung hindurch und rechts hinein in die Kelheimwinzerstrasse.

Der eigentliche Walking-Weg Nr. 6 führt entlang der Kelheimer Hänge unterhalb des gegangenen Weges zurück nach Kelheim, zwischen Maisfeldern und Wiesen. Der gesamte sehr gut beschilderte Walking-Pfad ist ca. 6-7 Kilometer lang. Eine ausführliche Beschreibung und eine Wegtafel findet der Walker am Wald-Parkplatz der Goldberg-Klinik in Kelheim.

Mittendrin dachte ich an meine Recherche Südafrike und es fielen mir noch zusätzliche Möglichkeiten ein, um nach ländlich romantischen Unterkünften zu suchen. Super! Ich freute mich sehr und wollte schneller wieder nach Hause kommen, also „Ran an die Stöcke“ und eins, zwei….

Plötzlich ertönten Glocken der naheliegenden St. Jakobs Kirche in Kelheimwinzer und rissen mich aus meinen Gedanken. Ich entdeckte ein sehr großes Plakat über den Jakobs-Pilgerweg an der Dorfkirche. Es waren die Stationen von Wörth an der Donau, über Donaustauf und Regensburg, Kelheim, Weltenburg, Altmannstein bis Eichstätt eingezeichnet. Eine sehr gelungene Abbildung über den hier verlaufenden Jakobsweg, ein Teilstück des Camino.

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©Kerstin Paar

Beim Abzweig Sportplatz folgte ich dem Schild links in die Strasse und der Damm rückte näher, mit der Sonne vor mir.

Wie schön der Ausblick nach links zu dem sehenswerten Altwasser doch war! Rechts vom Damm ein Ferienhof mit einigen Ponys, später das Freizeit- und Hallenbad Keldorado, eine Minigolfanlage und schließlich vorne oben auf dem Michelsberg die Befreiungshalle.

Gut im eigenen Tempo marschierte ich auf dem Altmühl-Donau-Panoramaweg entlang. Am Wegrand waren zahlreiche große lilafarbene Kleeblüten, konnte doch nicht widerstehen und holte die Camera heraus, um herrliche Makroaufnahmen zu knipsen.

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©Kerstin Paar

Einige Jogger liefen von hinten an mir vorbei, vorne führten Hundebesitzer ihre Lieblinge an der Leine und zahlreiche Radler überholten. Es war ein wunderschöner Oktobertag und jeder nützte die letzten Sonnenstrahlen bei Aktivitäten im Freien.

Der Tag neigte sich langsam zum Abend, es wurde schnell dunkel und die Sonne versank sanft über der Hügelkette der Befreiungshalle. Dieses „Schauspiel“ genoß ich in Stille und Ruhe.

Zu Hause war die Südafrika-Reise durch die plötzlichen Ideenblitze bald mit zusätzlichen Specials erfolgreich abgeschlossen.

Wie wunderbar inspirierend war diese Walkingstrecke!

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©Kerstin Paar